Über Werte im Allgemeinen

Als Einstimmung auf die Thematik der Werte und Bewertungsmethoden möchte ich mich ganz allgemein mit dem Wertbegriff auseinandersetzen.

Materielle Werte

Materielle Güter haben einen Wert. Oft  ist dieser bekannt, häufig  muss der Wert aber auch  ermittelt, das Gut bewertet werden.

Ein Gut kann verschiedene Werte haben. Paradebeispiel dafür sind die Liegenschaften. Diese haben je nachdem einen Anschaffungswert, Ertragswert, Steuerwert, Neuwert, Verkaufswert, Liebhaberwert usw.

Der Wert eines Gutes bleibt selten über längere Zeit stabil. Ein Gut kann im Verlaufe der Zeit an Wert verlieren, durch Abnutzung und Altersentwertung, jedoch ist auch eine Wertsteigerung denkbar, zu nennen als typisches Beispiel sind auch hier wieder die Immobilien, deren Wert sich bei gesteigerter Nachfrage erhöht.

Wird ein Gut verkauft, so ist der effektive Wert letztendlich  das, was jemand bereit ist, für den Erwerb zu bezahlen. In vielen Fällen ist es nicht möglich, einen Wert durch Verkauf zu ermitteln, beispielsweise beim Erstellen einer Bilanz, beim Erstellen der Steuererklärung, bei Schenkung und Erbgang, usw.

In alle diesen Fällen muss das Gut bewertet werden, in der Regel nach vorgeschrieben Bewertungsmethoden.

Immaterielle Werte

Nicht alles, was uns „etwas wert“ ist, hat einen monetären oder materiellen Wert. Werte und Wertvorstellungen machen auch eine Gesellschaft aus und prägen die jeweilige Kultur.

So werden auf eine entsprechende Frage wohl die meisten Schweizer unsere direkte Demokratie als Wert, der die Schweiz ausmacht, nennen, oder die Tatsache, dass vier Sprachgruppen friedlich unter dem Dach der Schweiz zusammenleben.

Frieden, Freiheit, Gesundheit können uns mehr wert sein als jedes materielle Gut.

Eines der wohl wichtigsten immateriellen Güter ist Zeit. Der Trend geht heute zu mehr Teilzeitarbeit. Immer mehr Berufstätige gewichten mehr Zeit höher als mehr Lohn, wie viele Studien zu diesem Thema zeigen.