Die Vergleichbarkeit verschiedener Werte (Z.B. der Repartitionswert von Liegenschaften)

Werden Werte mit unterschiedlichen Methoden ermittelt, so sind sie nur bedingt vergleichbar.

Will man Werte vergleichen, so empfiehlt es sich diese nach einem einheitliche Vorgehen zu bewerten oder, falls dies nicht möglich ist, mit einem Umrechnungsfaktor zu korrigieren, so dass sie vergleichbar werden. Ein anschauliches Beispiel ist der Repartitionswert.

Der Repartitionswert von Liegenschaften

Wer in mehreren Kantonen Immobilien besitzt, wird beim betrachten der Steuerauscheidung auf den Begriff des Repartitionswertes stossen.

Worum geht es?

Wer in mehreren Kantone Grundbesitz hat, ist auch in mehreren Kantonen steuerpflichtig. Vermögen und Einkommen werden auf die Kantone verteilt. Dabei werden für die Vermögensteuer die Passiven (Schulden) nach Lage der Aktiven verteilt.

Zu den Aktiven gehören dabei die Immobilien. Diese werden jedoch in jedem Kanton für die Steuern etwas anders bewertet. Die kantonalen Steuerwerte der Liegenschaften sind nur bedingt vergleichbar. Durch die Berechnung des jeweiligen  Repartitionswertes werden alle Liegenschaften, die an der Ausscheidung beteiligt sind, auf ein einheitliches Niveau gebracht.

Die Umrechnungsfaktoren für die Ermittlung des Repartitionswertes werden von der Schweizerischen Steuerkonferenz festgelegt (Kreisschreiben 22).

http://www.steuerkonferenz.ch/downloads/kreisschreiben/ks022_d.pdf

Der Aufrechnungfaktor für Grundstücke beträgt z.B. für den

  • Kanton Zug 110
  • Kantons Aargau 85

Das heisst, eine Immobilie, deren Steuerwert nach Zuger Recht 1 Million CHF beträgt wird für die Steuerausscheidung mit 1.1 multizipliert. Der Repartitionswert beträgt dann CHF 1‘100‘000.

Ein Liegenschaft im Aargau, die im Aargau ebenfalls mit einer Million bewertet ist, wird hingegen mit Faktor 0.85 multipliziert und mit dem Repartitionswert von CHF 850‘000 in die Steuerausscheidung eingesetzt.

Kantone, die ihre Liegenschaften hoch bewerten, haben einen Reaprtizionskoeffizienten unter 100. Die Liegenschaften werden für die Ausscheidung tiefer bewertet.

Kantone, die Ihre Liegenschaften tief bewerten, haben einen Koeffizienten über 100, der Wert muss für die Ausscheidung erhöht werden.